Im sechsten Schuljahr steht im Fach Deutsch „Berichten“ als Text- und Aufsatzform an. Was liegt näher als die eigene Klassenfahrt, um über ein selbst erlebtes Ereignis zu berichten? Und noch besser – diesen Bericht dann auch wie echte Journalisten zu veröffentlichen? KONZequent freut sich über den Gastbeitrag aus der 6a, die ihren Klassenfahrts-Bericht in Teamwork im Unterricht erstellt hat.
Montag – Anreise und Ankunft
Am 17.08.2026 um 08:00 Uhr versammelten sich die Klassen 6a und 6c am Schwimmbadparkplatz und alle Kinder verabschiedeten sich von ihren Eltern. Als um 08:30 Uhr der Bus kam, stürzten alle sich voller Vorfreude auf die Sitze. Es herrschte eine super Stimmung, es wurde gelacht, gesungen und geschlafen.
Nach anderthalb Stunden waren wir endlich da. Um zunächst alle Regeln, die in der Jugendherberge gelten, zu besprechen, gingen wir als Klasse gemeinsam in den Gruppenraum namens „Karl der Große“. Wir spielten dort auch noch verschiedene Gemeinschaftsspiele wie zum Beispiel „Memory“.

Zum Mittagessen um 12 Uhr gab es Käsespätzle mit Salat und zum Nachtisch Wackelpudding mit Vanillesoße. Wir gingen auf das Außengelände, von dem unsere Klasse begeistert war. Dort gab es eine Schaukel, ein Klettergerüst, ein Volleyballfeld, einen Fuß- und einen Basketballplatz. Die ganze Klasse war begeistert von den Tischtennisplatten. Gegen 14:00 Uhr bekamen wir unsere Zimmerschlüssel. Die Zimmer waren sehr hell und modern, alles war wirklich schön eingerichtet. Die Bäder waren sehr groß. In vier Zimmern gab es eine Empore, auf der sich noch zwei weitere Betten befanden. Wir bezogen alle Betten und packten alles aus.
Umgebung und Stadtrallye in Prüm
Um ca. 15:00 Uhr begann die Stadtrally durch Prüm, jeder bekam einen doppelseitigen Fragebogen. Alle Gruppen dachten sich einen Teamnamen aus wie zum Beispiel „Hamstergang“. Endlich ging es los! Während der Rallye lernten wir viele Namen der Straßen kennen und erfuhren, dass Prüm im Zweiten Weltkrieg stark zerstört worden war. Die besagte Stadt wirkte auf uns sehr schön und die Leute dort waren nett. Als alle fertig waren, luden die Lehrer uns auf ein Eis ein.
Am Abend gab es eine Siegerehrung für die meisten richtigen Antworten bei dem Fragebogen. Die Gruppe „Wildgirls“ gewann den ersten Platz.
Spieleabend
Um 20:00 Uhr trafen sich die Kinder der Klasse 6a wieder im Raum „Karl der Große“, diesmal um Werwolf zu spielen. Gegen 21:30 Uhr mussten wir das Spiel leider abbrechen, da es schon zu spät war. Trotzdem gewannen die „Dorfbewohner“ (eine Rolle in dem Spiel), da sie stark in der Überzahl waren. Die Klasse war sich einig, dass sie dieses aufregende Spiel noch einmal spielen wollte.
Dienstag – Der Survival-Day
Der nächste Tag startete um 07:30 Uhr mit dem Frühstück, im Anschluss packten wir unsere Lunchpakete. Gegen 10:00 Uhr trafen wir in unserem Aufenthaltsraum Marleen, die unser Guide sein sollte. Weil es draußen regnete, spielten wir ein paar Spiele drinnen. Ein Spiel bestand daraus, dass ein Seil im Kreis gespannt wird, eine Person über das Seil balancieren muss und zwei andere Personen ihr dabei helfen. Nach dem Regen gingen wir in Gruppen zum Wald. Dann stimmten wir ab, ob wir Shelter bauen oder Spiele spielen wollten. Die Mehrheit hat für ersteres gestimmt. Marleen erklärte, wie und wo wir unsere Shelter bauen sollten und welche Voraussetzungen diese haben sollten: Name des Shelters, Koch und Feuerstelle, Highlight und Geschichte. Marleen wies darauf hin, dass wir sie nicht an morschen Bäumen bauen sollen.


Ein Shelter ist ein kleiner Unterschlupf, den man sich baut, wenn man in der Natur übernachten muss. Man benötigt zwei Astgabeln, die man in den Boden steckt, sowie einen großen Stock, den man zwischen beiden Astgabeln befestigt. Anschließend legt man mehrere gleich große Stöcke an den großen Stock. Am Ende machten wir noch Fotos und gingen in einer großen Gruppe zurück. Zurück in der Jugendherberge besprachen wir den Tag und wie es uns gefallen hat.

Am Abend machte sich die 6a erneut auf in den Wald von Prüm. Denn zwei Stunden zuvor hatte sich die ganze Klasse entschieden, eine spannende und gruselige Nachtwanderung unternehmen zu wollen. Angespannt gingen wir in einen Krater auf dem Kalvarienberg. Zwischen den Jahren 1939 und 1945 war an dieser Stelle ein Bunker, in dem nach dem Weltkrieg von der französischen Besatzungsmacht 500 Tonnen Sprengstoff gelagert worden waren. 1949 konnte ein Brand in diesem Bunker, dessen Ursache bis heute nich abschließend geklärt ist, nicht mehr gelöscht werden und eine mächtige Explosion richtete großen Schaden in der Stadt an und verursachte auch den Krater. Wir umrundeten diesen auf einem unebenen, glitschigen Trampelpfad. Dann machte Frau Schmitt die Ansage, dass wir ihr alle nachgehen sollen, zeitversetzt im Abstand von 10 Sekunden. Als die Hälfte der Klasse bei Frau Schmitt angekommen war, fragten wir uns nach einiger Zeit, wo die anderen geblieben waren, also rief unsere Lehrerin Herrn Rendenbach an, der als letzter hatte gehen sollen. So stellte sich heraus, dass sich die andere Hälfte der Kinder verlaufen hatte. Zum Glück fanden wir uns wieder. Zurück in der Herberge machten wir uns fertig fürs Bett. Alle waren sich einig, dass die Klasse für heute genug Abenteuer erlebt hatte.
Mittwoch
Am 19.08. um 10 Uhr versammelte sich die Klasse vor der Jugendherberge. Dort trafen wir unseren Guide für die anstehende GPS-Tour, Tim, der die Teams einteile, darunter die „Dinonuggets“, die „ Arschmallows“, die „FC Furzgurken“ und „Gans lecker“. Jetzt wurde uns erklärt, wie wir die Tabletts benutzen mussten, ehe wir wir nacheinander nach Prüm geschickt wurden. Dort mussten wir unterschiedliche Zielorte finden, unter anderem eine Kapelle, den Marktplatz oder einen Krater im Wald. Immer, wenn man an einem Zielort angekommen war, bekam man Punkte. Manchmal konnte man durch extra Quizfragen mehr Punkte ergattern, z.B. wie viele Fenster eine Kapelle im Wald hatte. Danach aßen wir eine wohlverdiente Mahlzeit in der Jugendherberge.

Nach einer zweistündigen Pause wurden auf dem Gelände der Jugendherberge fünf verschiedene Stationen aufgebaut, wie in einer Olympiade. Die Kinder blieben in den Gruppen der GPS-Tour. An der ersten mussten zwei Kinder mit Tennisschlägern drei Tennisbälle balancieren, während sie um einen Pfosten laufen mussten. Bei der zweiten Station mussten sich jeweils zwei Kinder mit einem Handtuch gegenüber stellen und einen Tennisball mit dem Handtuch über die Tischtennisplatte hin und her werfen. Die dritte Station bestand daraus, dass man mit einem Tennisball Dosen umwerfen musste. Bei der vierten Station sollte man mit Ringen in Ziele werfen. Als letztes musste man ein Balancierspiel spielen. Dabei platzierte man Bierkästen auf dem Boden, ohne diesen zu berühren, um anschließend darüber zu laufen. Die Stationen gaben noch extra Punkte. Danach folgte die Siegerehrung. Es gewannen die „FC Furzgurken“ dicht gefolgt von den „Arschmallows“, der dritte Platz ging an die „Dinonuggets“, das Schlusslicht bildete die Gruppe „Gans lecker“. Zum Schluss bekamen wir noch einen Slushie von unserem Guide Tim spendiert.
Am Abend fand zum Abschluss die Kinderdisco der Klasse 6a im Raum „Karl der Große“ statt. Um 20:00 Uhr traf sich die gesamte Klasse dort, um sich gemeinsam ihren verdienten Slush (ein flüssiges Eisgetränk) an der Rezeption abzuholen. Zurück im Gemeinschaftsraum genossen alle diesen gemütlich.
Nun ging die Party richtig los!

Es wurden Lieder gehört und dazu laut und lachend getanzt. Die Kinder durften sich Lieder aussuchen, z. B. Cotton Eye Joe, Fantasy Girl, Monalisa Motion, Lush Life, Gut genug… . Alle, denen es im Raum zu laut wurde, konnten mit Herrn Rendenbach draußen auf dem Balkon Ukulele spielen und dazu singen. Die Zeit verging so rasch, dass die Party zu schnell zu Ende war. Zum Abschluss sangen zwei Schülerinnen für alle ein Lied (A Million Dreams, Die with a Smile). Der Gesang der beiden war so schön, dass die gesamte Klasse laut jubelte und weinte.
Danach fielen alle müde in ihre Betten. Allen hatte diese Party Spaß gemacht!
Donnerstag
Am 20.03. wurden wir wie jeden Morgen um 7 Uhr geweckt und gingen zum Frühstück. Als alle gesättigt waren, wurde fleißig gepackt und die Betten abgezogen. Wir trafen uns um 09.15 Uhr und spielten noch eine Runde „Werwolf“ im Gemeinschaftsraum, bis um 10.15 der Bus kam und wir unsere Koffer abgaben. Im Bus war wie bereits auf der Hinfahrt gute Stimmung. Der Großteil der Klasse hat nach der Ankunft zuhause erst einmal geschlafen und sich ausgeruht.
Freitag
Am Freitag, dem 21.08.2026, kamen alle Sechstklässler des Gymnasium Konz (schließlich waren auch die anderen fünf Klassen auf Klassenfahrt gewesen) zusammen, um die Klassenfahrt zu besprechen.
Auch unsere Klasse verbrachte den Vormittag im Klassenraum, in einem Sitzkreis würfelten wir als Einstieg reihum mit einem speziellen Würfel mit sechs Fragen zur Klassenfahrt, beispielsweise „Was hat dir am besten an der Klassenfahrt gefallen?“, die jeder beantworten musste. Im Anschluss schauten wir uns die Fotos der Klassenfahrt an und lachten viel.
Unser Klassenleitungs-Team hatte außerdem fünf Stationen an Gruppentischen vorbereitet, dort ging es darum, Feedback zur Klassenfahrt zu formulieren, Puzzleteile zu gestalten, die mit einem Wort unsere Klassenfahrt beschrieben, unseren Bericht für die Veröffentlichung vorzubereiten und ein Bild zu einem richtig guten Moment der vergangenen Woche zu malen.
Die Ergebnisse aus dem Stationenlernen befestigten wir mit Bildern von der Klassenfahrt an einer Stellwand im Klassenraum. Insgesamt hat uns sowohl die Klassenfahrt als auch der Abschlusstag gezeigt, dass wir eine richtig gute Klassengemeinschaft haben.

