{"id":7258,"date":"2024-02-19T13:53:13","date_gmt":"2024-02-19T12:53:13","guid":{"rendered":"http:\/\/konzequent.gymnasium-konz.de\/?p=7258"},"modified":"2024-02-19T13:53:15","modified_gmt":"2024-02-19T12:53:15","slug":"ein-schritt-in-die-falsche-richtung-genderverbot-an-deutschen-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/konzequent.gymnasium-konz.de\/?p=7258","title":{"rendered":"Ein Schritt in die falsche Richtung? Genderverbot an deutschen Schulen"},"content":{"rendered":"\n<p>Sch\u00fcler*innen oder Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler oder reicht vielleicht auch einfach das generische Maskulinum &#8222;die Sch\u00fcler&#8220;? Seit Jahren wird dar\u00fcber hei\u00df diskutiert. Zwar wird gendergerechte Sprache  heutzutage immer mehr benutzt, doch zum Beispiel in Sachsen und Sachsen Anhalt gibt es seit 2021 ein Genderverbot an Schulen. Viele finden, dies sei ein Schritt in die falsche Richtung. Doch auch in anderen Bundesl\u00e4ndern steht inzwischen ein Verbot im Raum.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst einmal: <mark class=\"has-inline-color has-vivid-purple-color\">Was ist eigentlich Gendern? <\/mark>Das Wort &#8222;gendered&#8220; kommt aus dem Englischen und hei\u00dft \u00fcbersetzt &#8222;geschlechtsspezifisch&#8220;. Damit ist die gendergerechte Sprache gemeint. Dazu geh\u00f6rt z. B. das Gendern mit Gendersternchen (Lehrer*in), mit Doppelpunkt (Lehrer:in), mit Bindestrich (Lehrer-in), mit Unterstrich (Lehrer_in) oder auch mit Schr\u00e4gstrich (Lehrer\/in). Die Doppelform &#8222;Lehrerinnen und Lehrer&#8220; geh\u00f6rt allerdings nicht zum Gendern! Man will mit gendergerechter Sprache bewirken, dass sich kein Geschlecht ausgeschlossen f\u00fchlt. Wenn man zum Beispiel nur &#8222;Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler&#8220; schreibt oder sagt, k\u00f6nnten sich z.B. non-Bin\u00e4re, also Menschen, die sich weder als weiblich noch als m\u00e4nnlich definieren, ausgeschlossen f\u00fchlen und das will man mit dem Gendern verhindern. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem Jahr 2021 gibt es in Sachsen und Sachsen Anhalt ein Genderverbot an Schulen. Lehrer:innen und Sch\u00fcler:innen d\u00fcrfen weder im m\u00fcndlichen noch im schriftlichen Deutsch das Gendern benutzen. Das bedeutet, nur noch die Doppelnennung darf genutzt werden. In Arbeiten wird die gegenderte Form sogar als Fehler angestrichen, Punkteabzug gibt es daf\u00fcr aber nicht.  Als Grund wird vom Bildungsministerium genannt, dass alles einheitlich sein soll, da beim Gendern oft alles durcheinander geschmissen wird und in einem Text oft einmal mit Genderstern, einmal mit Doppelpunkt und dann noch einmal gar nicht gegendert wird. Ein weiteres Argument soll sein, dass die gegenderte Form nicht &#8222;barrierefrei&#8220; sei, da es Menschen, die ohnehin schon Probleme mit dem Schreiben oder Lesen haben, oder auch Menschen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, das Verstehen unn\u00f6tig verkompliziere. <\/p>\n\n\n\n<p>Durch eine Umfrage des MDR, an der fast 29.000 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen teilnahmen, wird klar, dass ungef\u00e4hr 85% das Genderverbot an Schulen f\u00fcr richtig halten, w\u00e4hrend nur 11%, also etwa jeder Zehnte, das Verbot f\u00fcr falsch halten. Auff\u00e4llig ist dabei allerdings, dass die meisten Menschen, die F\u00dcR das Verbot sind, \u00fcber 50 sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt aber auch einige, die f\u00fcr das Gendern an Schulen sind, sie finden, dass dies eher ein Schritt zur\u00fcck ist. Ein klares Argument ist, dass Kinder und Jugendliche schon von der Schulzeit an lernen sollten, zu gendern und damit richtig umzugehen, wenn nicht in der Schule, wo dann? Auch kommt man dadurch ins Gespr\u00e4ch \u00fcber politische Themen und kann sich seine eigene Meinung bilden. Durch ein Verbot wird das Thema unn\u00f6tig verkompliziert, jeder, der will, sollte einfach gendern k\u00f6nnen, und die, die nicht wollen, gendern eben nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bildungsministerium hat nun dem SWR best\u00e4tigt, dass das Gendern nun auch an rheinland-pf\u00e4lzischen Schulen verboten wird, das hei\u00dft nun d\u00fcrfen auch wir in Arbeiten und schriftlichen Pr\u00fcfungen nur noch die Doppelform nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein einfacher Weg, das Gendern zu umgehen, ist es, einfach genderneutrale Begriffe zu verwenden, wie z.B. &#8222;die Lernenden&#8220; oder &#8222;die Menschen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Beitragsbild: Image by <a href=\"https:\/\/www.freepik.com\/free-photo\/colorful-equal-rights-symbol-concept_6654387.htm#query=gender&amp;position=2&amp;from_view=keyword&amp;track=sph&amp;uuid=2ca8a338-f926-48ff-9947-dd652e12ac74\">Freepik<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00fcler*innen oder Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler oder reicht vielleicht auch einfach das generische Maskulinum &#8222;die Sch\u00fcler&#8220;? 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