1 Woche vegan – unser Selbstversuch

vegan2

Lang ist es her, aber wir haben es doch noch geschafft, unseren bereits vor den Ferien angekündigten Artikel zu unserer veganen Woche fertigzustellen ;-).

Der erste Tag:

Eigentlich war alles wie immer – bis auf die Tatsache, dass die Milch, der Joghurt, das Brot, der Käse, aber auch manche unserer Lieblingsmarmeladen nicht mehr auf dem Tisch standen. Stattdessen gab es Sojamilch und Sojajoghurt, gelantinefreie Marmelade und veganes Brot. Obwohl das Frühstück vom Aussehen kaum von dem normalen zu unterscheiden war, schmeckte es doch nicht wie gewohnt. Das Brot war trockener als sonst, aber der Sojajoghurt empfehlenswert lecker!

Die erste Hürde war geschafft! Doch schon standen wir vor einem neuen Problem: Wie überlebt man eine Shopping-Tour mit zwei Nichtveganern, ohne zu verhungern? Am schwierigsten war zunächst die Suche nach etwas Veganem, da in vielen Gerichten und gerade in Fertigprodukten wie Backwaren Eier oder Milch enthalten sind. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit wurden wir fündig. Sogar einen Frappuccino mit Sojamilch gab es in einem Café! Tipp: Immer nachfragen, ob eine vegane Alternative erhältlich ist! Nach einem gelungenem Tag wartete unser Abendessen, welches hauptsächlich aus Obst bestand.

Die restliche Woche:

Das Frühstück bestand größtenteils immer aus Sojajoghurt oder -milch mit Obst. Ebenso wie die Pausensnacks, da man am Schulkiosk nicht viel Veganes kaufen kann, bis auf eine Laugenbretzel und Obst. Selbst im Wassereis können – unglaublich aber wahr – Spuren von Milch enthalten sein.

Selbst wenn das Frühstück eher eintönig ausfiel, war das Mittagessen stets kreativ und abwechslungsreich. Jedoch geschmacklich nicht immer das, was man sich erhofft hatte. Verschiedene Rezepte haben wir ausprobiert. Dabei war unser persönlicher Favorit das Cilli sine carne von Attila Hildmann, der mit seinen veganen Kochbüchern „Vegan for fun“ und „Vegan for fit“ gerade die Bestseller-Listen im Bereich Kochbuch anführt.

Tipps:

Wenn ihr das nächste Mal in Trier unterwegs seid, könnt ihr auch mal ganz spontan, vielleicht während einer einer Shoppingtour, vegan essen gehen. Restaurant oder Cafés mit veganem Angebot findet ihr unter: http://triervegan.blogsport.eu/veganvegetarisch-in-trier/

Unser Fazit:

Annalena S.: Meiner Meinung nach war die vegane Woche eine tolle Erfahrung, weil man danach die nichtveganen Lebensmittel wieder zu schätzen wusste. Außerdem habe ich so festgestellt, dass die Beschaffung und Vielfalt an veganen Lebensmitteln noch eine große Marktlücke ist. Dies finde ich schade für die Veganer, die so in ihrer überzeugten Lebensweise eingeschränkt werden. Dies war vielleicht auch der Grund, warum ich mich nach drei Tagen geschwächt gefühlt habe, da in den Ersatzprodukten eventuell nicht genügend Eiweiß enthalten war, sodass ich das Experiment einen Tag früher abgebrochen habe.

Lena B. : Für mich war der Selbstversuch eine große Herausforderung. Die ersten Tage ist es mir besonders schwer gefallen, auf die heiß geliebten Nascherreien zu verzichten. Ein weiterer Nachteil, den ich bei mir persönlich bemerkte, war die sinkende Leistungsfähigkeit beispielsweise im Sportunterricht oder während Arbeiten. Außerdem war es oft eine Herausforderung  beispielsweise während einer Shoppingtour etwas Veganes zu essen aufzutreiben. Und hatte ich dann doch etwas gefunden, so hat es mir meistens nicht wirklich  geschmeckt und ich war neidisch auf meine Mitmenschen, die in ihr leckeres Wienerbrötchen beißen konnten.

Milena S. : Ich fand unseren Selbstversuch sehr interessant, müsste ihn allerdings nicht wiederholen! Sich vegan zu ernähren, ist sehr kostspielig, zeitaufwändig und anstrengend. Zu Hause mag man vielleicht der Versuchung widerstehen können, aber unterwegs mit Freunden ist man den ganzen Leckereien ohne Widerstand ausgesetzt. Ich würde niemandem raten, vegan zu leben, wenn er sich nicht aus moralischen Gründen dazu entscheidet. Sich mal ein paar Wochen oder einen Monat vegan zu ernähren um etwas abzunehmen, ist gar keine schlechte Idee, jedoch sollte man sich bewusst sein, was auf einen zukommt. Außerdem ist es in einer Familie nochmals schwerer das Experiment durchzuziehen als alleine. Natürlich war unser Selbstversuch sehr lehrreich für uns und wir können einiges aus ihm mitnehmen. Eine weitere Erfahrung ist, dass wir wohl keine Veganer werden, weil wir dazu viel zu gerne mal schnell was Süßes naschen.

Links:

http://www.attilahildmann.com/chilisinecarne/chilisinecarne.htm

http://www.attilahildmann.com/doener/doener.htm

http://www.attilahildmann.com/schokoladen_torte_fudge/schokoladentorte_rezept.htm

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.