How to Internet – Von Faszinationen und Gefahren

Um sich einen generellen Überblick zum Thema „Nutzen und Nachteile des Internets“ zu verschaffen, empfehlen wir, sich vor dem Lesen dieses Essays folgendes Video anzuschauen: https://www.youtube.com/watch?v=uquRzrcwA18

Veränderung der Kommunikation

Medien! Eine Welt ohne sie ist kaum vorstellbar. Von Tag zu Tag nimmt unser Medienkonsum zu. Über die Primärmedien Sprache, Gestik und Mimik verbreitet man heute zwar noch Informationen, jedoch tritt die virtuelle Informationsübertragung immer weiter in den Vordergrund. Dies hat unsere Kommunikation stark verändert.

Durch die Vernetzung der Welt ist es nun kein Problem mehr, über weite Distanzen zu kommunizieren und zu interagieren. Das fördert die Weltoffenheit der Internetnutzer, die nun auf Einflüsse aus vielen anderen Kulturen und Ländern treffen.
Die Nutzung von sozialen Medien zur Kommunikation ist sinnvoll, da man, um an Informationen zu kommen, nicht mehr persönlich überall erscheinen muss, sondern die virtuelle Präsenz dazu vollkommen ausreicht. Eine weitere Erleichterung der Kommunikation wird durch die Anonymität des Internets dargestellt. Wer im „Real Life“ eine umstrittene Meinung vertritt, hat damit zu rechnen, auf harsche Kritik zu stoßen. Im Internet, wo man anonym seine Meinung äußern kann, hat man zwar immer noch mit Kritik zu rechnen, jedoch haben dann im Schutze der Unkenntlichkeit Gleichdenkende eher den Mut, zur gleichen Meinung zu stehen, da sie meistens mit keinen Konsequenzen zu rechnen haben.

Durch die Kommunikation im Netz treten jedoch auch Probleme auf. Beziehungen im wirklichen Leben werden vernachlässigt, wenn man eine Abhängigkeit zum virtuellen Leben entwickelt. Dadurch kann es zur Verkümmerung von Sozialkompetenzen kommen, schließlich wird durch die Kommunikation durch Chats nicht eingeübt, wie man Gestik und Mimik deuten kann. Außerdem wird teilweise verlernt, zusammenhängende Texte zu schreiben, da viele junge Leute sich hauptsächlich durch Abkürzungen (zum Beispiel hdgdl (=hab dich ganz doll lieb) oder idk (= I don’t know)) verständigen.

Kriminalität im Internet

Durch die Anonymität wird Cyber-Kriminalität deutlich vereinfacht. Dies fängt bereits in den sozialen Medien an, wo Beleidigungen im rassistischen Kontext veröffentlicht werden, was nur selten angezeigt wird.

Ein weiteres Problem ist das Cybermobbing. Eine steigende Anzahl an Jugendlichen erfährt diese virtuellen Angriffe, bei denen das Opfer persönlich fertig gemacht wird. Eine weitere Kriminalitätsader der sozialen Netzwerke ist bekanntermaßen, dass einige Pädophile sich unter Angabe einer falschen Identität Kindern annähern, in dem sich als Gleichaltrige ausgeben, um ein Treffen zu arrangieren, bei dem sie hoffen, ihre kriminellen Fantasien ausleben zu können.  Problematisch ist, dass die angesprochenen Kinder diese Fake-Profile nicht kritisch hinterfragen. Generell gehen viele junge Leute nicht richtig mit den sozialen Netzwerken um. Viele posten fahrlässig Bilder, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind, weil sie vergessen, dass nicht nur die engen Freunde die Bilder sehen, sondern diese, falls dies in den Profileinstellungen nicht geändert wurde, für jeden sichtbar sind. Außerhalb der Netzwerke gibt es natürlich auch andere Wege, sich strafbar zu machen. Im sogenannten „Dark Net“ gibt es unzählige Möglichkeiten dafür. Hier kann man Waffen, Drogen und vieles mehr erwerben.

Das Internet als Informationsquelle

Wer schaut heutzutage noch in Lexika, wenn man doch einfach googeln kann. Auf Seiten wie Wikipedia findet man Antworten auf alle erdenklichen Fragen. Durch ein großes Angebot an Internetseiten zu jedem Thema ist es möglich, sich schnell, aber auch ausführlich zu informieren. Jedoch hat das Internet als Informationsquelle auch seine Nachteile. Im Gegensatz zu einem Lexikon kann man bei einer Webseite nie sicher sein, ob die darauf zu findenden Informationen der Wahrheit entsprechen. Gerade bei der bei Schülern beliebten Seite Wikipedia werden Informationen weitergegeben, die von jedermann verändert werden könnten und dessen Wahrheitsgehalt stark schwanken kann. Außerdem kommt es häufig vor, dass durch einen Mangel an Seriosität der Quelle nicht nur Fakten, sondern auch Meinungen übermittelt werden. Es ist somit wichtig, sich bei der Informationssuche auf mehrere Quellen zu beziehen, damit man möglichst wahre Informationen erhält.

 

Was man oft nicht bedenkt

Was man oft beim Gebrauch des Internets nicht bedenkt, sind die Daten, die man von sich preisgibt. Ob man nun in Facebook oder auf Twitter seinen Wohnort, seine Arbeit und seinen Beziehungsstand offenlegt, ist den meisten bewusst. Diese Daten können von manchen Internetseiten dafür genutzt werden, um gezielt Werbung beim Nutzer anzuzeigen, wodurch sich ein Kauf der Ware erhofft wird. Doch gefährlich wird es, wenn man beim Online-Shopping unbedarft seine Kontodaten und seine Adresse abgibt. Diese Informationen können Hacker für sich zugänglich machen und damit großen Schaden anrichten.

 

Fazit

Wie ist das Internet also nun zu beurteilen? Sicher ist, man muss vorsichtig sein! Man muss darauf achten, was man von sich preisgibt und welche Daten über einen zu finden sind. Auch sollte man kritisch gegenüber Fremden im Internet sein, die man noch nie in der realen Welt gesehen hat. Es ist generell auch wichtig, eine klare Grenze zwischen Realität und Virtualität zu ziehen. Es ist ja nicht schlimm, mit seinen Freunden über das Internet zu kommunizieren, jedoch sollte man sich auch hin und wieder in der Realität zusammen finden.

Wenn man dies alles beachtet, dann steht dem sicheren Internetgebrauch nichts im Wege!

Kommunikation ohne Grenzen
– Essay von Mi N. und Sonja G. –

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