Kommunikation und Bildung im Internet- vom Nutzen und Nachteil des Internets

Kommunikation

Schon immer ist Kommunikation ein ganz wichtiger Bestandteil der Gesellschaft und verbindet Menschen auf sozialer Ebene, denn ohne Kommunikation wäre ein Zusammenleben wohl gar nicht möglich.

Durch Kommunikation..

…verständigen sich Menschen mithilfe von Sprache, Mimik, Gestik, Schrift oder Medien

…lassen sich nahezu alle Probleme lösen

…lernen sich völlig fremde Menschen kennen

…können sämtliche Informationen ausgetauscht und verbreitet werden

…kann Wissen weitergegeben werden

Die Welt, die Gesellschaft und das Zusammenleben verändern sich ständig. Mal gibt es kleinere, mal größere Veränderungen. Doch wohl die größte Neuerung der heutigen Zeit ist mit Sicherheit das Internet. Es verändert nicht nur das Freizeitverhalten von Jugendlichen und lässt sie stundenlang vor ihren PCs sitzen, sondern hat noch viel weitreichendere Auswirkungen auf das soziale Leben und damit auf die Kommunikation zwischen Menschen

Soziale Netzwerke

Richtig, durchschnittlich nutzen wir 42 Minuten am Tag Facebook- das beliebteste Social Network. Das mag vielleicht für die meisten nicht nach besonders viel klingen. Rechnen wir das Ganze einfach mal hoch am Beispiel der Durchschnittsdeutschen mit einem Sterbealter von 83 Jahren

Ist sie 42 Minuten täglich auf Facebook, sind das 294 Minuten in einer Woche und 15288 Minuten im Jahr. So verbringt sie im Durchschnitt 1268904 Minuten ihres Lebens auf Facebook. Das sind etwas mehr als 881 Tage- also fast 2,5 Jahre. Hört sich das immer noch nach wenig an?

Veränderung der Kommunikation

Kommunikation zeichnet sich aus durch die Eigenschaft, dass eine Person an einen oder mehrere Empfänger Informationen weitergeben kann. Und schon an diesem Punkt lässt sich der Einfluss des Internets sehr deutlich sehen.

Viel leichter ist es geworden, als „Informationsproduzent“ seine Ergebnisse und Anschauungen zu verbreiten; viel leichter ist es geworden als Interessierter an Informationen zu kommen- nicht nur aus einer Quelle, sondern gleich aus unendlich vielen. Kommunikation wurde insofern erleichtert, als dass es durch das Internet einen neuen, viel leichteren und schnelleren Weg gibt, mit anderen zu kommunizieren.

Und nicht nur das. Auch wurde es einfacher mit Menschen aus aller Welt, an jedem Ort und zu jeder Zeit zu kommunizieren – über WhatsApp, über Skype, über Facebook,… die Liste könnte wahrscheinlich ewig fortgeführt werden – so endlos viele Möglichkeiten stehen der Person zur Wahl.

Diese große Auswahl ist etwas ganz Neues. Etwas ganz Neues, mit dem der Mensch erst einmal lernen muss umzugehen. Denn die Nutzung bedarf auch durchaus Verständnis und Vorsicht. Vorsicht davor, sich in den unendlichen Weiten des Internets zu verlieren. Vorsicht davor, kostbare Lebenszeit oder auch den Überblick über die Menge an neuen Online-Bekanntschaften zu verlieren. Denn sehr schnell verliert man das Gefühl dafür, wie wichtig Menschen sind, die auch körperlich anwesend sind – nicht bloß virtuell.

Schnell kann es passieren: Man fühlt sich zu wohl in der anonymen Online-Welt und beginnt die Möglichkeit der Kommunikation mit nahezu jedem auszunutzen, um immer mehr, immer weitreichendere Kontakte und „Freundschaften“ auf der ganzen Erde zu schließen. Mit Menschen, deren Gesicht man noch nie gesehen hat, oder mit Menschen, die man kaum einschätzen kann, dadurch dass das Internet einem jeden möglich macht, sich eine neue Identität zu schaffen.

 

Ja, Kommunikation wird erleichtert durch das Internet, jedoch sollte es nicht der Sinn des Mediums sein, Gespräche und Treffen im realen Leben zu ersetzen, sondern sie bloß zu ergänzen. Denn gefährlich wird es dann, wenn Menschen vergessen, wie wichtig es ist, soziale Kontakte im „echten“ Leben zu pflegen und sich vergessen – in der Unendlichkeit des Internets.

 

Bildung im Internet

 

Zu Beginn sollte man erst einmal klar stellen, was unter Bildung verstanden wird. Die Definitionen und Meinungen gehen bei diesem Thema weit auseinander. Meiner Meinung nach umfasst Bildung mehrere Aspekte: Das Erlernen von Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowie von Wissen. Gleichzeitig dient Bildung der persönlichen und sozialen Entwicklung und der Bewältigung von Problemen und schwierigen Aufgaben. Bildung schafft ein Ausgleich zwischen intra- und interpersonalen Interessen.

Wie gelangen wir an Bildung?

Der altertümliche Weg, Bildung zu erreichen, ist das Schulwesen, welches sich in den einzelnen Ländern unterscheidet. Man muss in Deutschland vier Jahre eine Grundschule besuchen und danach mindestens fünf Jahre eine weiterführende Schule, um einen Schulabschluss zu erreichen. Danach kann man eine Ausbildung anfangen oder nach dem bestandenen Fachabitur oder Abitur ein Studium beginnen. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, wie z.B. ein FSJ (freiwilliges, soziales Jahr) oder ein duales Studium. Zusammenfassend kann man sagen, dass man eine staatlich geförderte Ausbildungszeit von 10-15 Jahren hat.

Durch die Digitalisierung könnte dieser Weg jedoch gefährdet werden. Heutzutage ist es der Fall, dass in Schulen vermehrt mit technischen Hilfsmitteln der Unterricht unterstützt wird. Es herrscht ein ständiger gesellschaftlicher und technischer Wandel und man stellt sich berechtigt die Frage, ob das Schulwesen diesem Wandel standhält. Seit dem 19. Jahrhundert wurden kaum Veränderungen von Lernplänen durchgesetzt, d.h. die Lernpläne und ihre Grundsätze stammen teilweise aus der Zeit von Wilhelm Humboldt. Lediglich ein paar neue Techniken und die Aufklärung der digitalen Realität wurden beigefügt. Meiner Meinung nach, ist dies ein Kontrast zu der Schnelllebigkeit und dem Fortschritt, die auf unserer Welt herrschen und da stelle ich mir die Frage, ob man das Schulwesen nicht noch mehr verändern sollte bzw. müsste.

Das altertümliche Schulwesen passt sich nicht an die Jugend an. Fortschritt, mit welchem die Jugendlichen von Geburt an umgehen lernen und ihn meist besser verstehen, als ältere Generationen, wird nicht berücksichtigt. Es entsteht ein Interessenkonflikt zwischen der Bildung und den Interessen der Jugend. Dadurch wundert es einen nicht, dass es Jugendlichen schwer fällt, sich für Schule und Bildung zu begeistern. Wenn man Schülern ein Thema, welches sie selbst aussuchen können und ihren Interessen entspricht, vorbereiten lässt, wird man feststellen, dass mehr Begeisterung und genauere Recherche vorhanden ist. Gleichzeitig schaffen es viele Lehrkräfte nicht, den Alltag und die Relevanz des eigenen Lebens der Schüler mit einzubeziehen. Häufig werden Fragen gestellt wie z.B. „Wofür braucht man das?“ oder „Werde ich das jemals wieder brauchen?“. Genau da sehe ich auch ein Problem des Schulwesens. Es werden Themen gelehrt, die fachspezifisch relevant sind, jedoch werden wichtige Sachen, wie z.B. Bewerbungen oder Kündigungsschreiben, vernachlässigt. Die Digitalisierung und Reform des Schulwesens würde dies nicht unbedingt ändern, trotzdem sollte man die Relevanz verschiedener Schulthemen in Frage stellen.

Vor- und Nachteile der Bildung im Internet

Durch die Digitalisierung der Bildung entstehen vollkommen neue Möglichkeiten. Lernstoff kann anders und aufregender dargestellt werden, gleichzeitig kann man Theorie und Anwendung spielerisch vereinen. Es wird ein persönliches Lernprofil erstellt und im Allgemeinen kann man die Schwächeren und Stärkeren nach ihren Bedürfnissen fördern. Online-Bildung ist für jeden und in gewissem Maß kostenlos erreichbar.

Gegenteilig sagt man, dass der persönliche Kontakt und Austausch fehlt, wodurch Kinder keine sozialen Erfahrungen bzw. keine soziale Entwicklung machen können. Es stellt sich die Frage, ob bei so vielen Angeboten nicht schnell der Überblick und die Qualität verloren gehen. Ebenso werden schulische Entscheidungen durch die vielen Möglichkeiten immer schwerer und dadurch vielleicht auch undurchdachter.

Webucation

Webucation ist eine Abkürzung für das Wort „web“ (eng. web = Internet) und „education“ (eng. education= Bildung) und ist eine Studienform aus England. Die Studenten besuchen keine typischen Vorlesungen, sondern bekommen per Videos und Dateien den Stoff beigebracht. Ihre Lehrer/Innen bzw. Professoren/Innen betreuen sie per E-Mail und können individuell auf den einzelnen Studenten eingehen. Webucation ist beliebig abrufbar und fördert den Umweltschutz, da kein Papier benutzt wird. Der Lernstoff kann durch die neuen Möglichkeiten spannender gestaltet werden und Entfernungen spielen keine Rolle. Lehrer/Innen richten häufig Newsgroups ein, wodurch die Studenten leichter kommunizieren und immer auf dem Laufenden gehalten werden. Momentan müssen die Studenten jedoch zu gewissen Anlässen zusammenkommen, wodurch der persönliche Kontakt nicht komplett verloren wird.

Diese Art von Studiengang hat einige Nachteile. Zum einen ist Webucation sehr teuer und zum anderen findet man im Internet zu jedem Thema Informationen und das Täuschen und Betrügen kann leichter fallen.

Webucation ist ein Beispiel für die Umsetzung von Bildung im Internet. Hier in Deutschland findet man auch verschiedene Ansätze. Zu einem kann man mit Suchmaschinen, wie z.B. Google, Duden oder Pons schnell Informationen nachlesen bzw. nachschlagen. Dies hat zwar viele Vorteile, jedoch wird dieser Faktor häufig kritisiert. Kritiker sagen, dass es heutzutage nicht mehr darum geht, etwas zu erlernen und sich zu behalten, sondern darum, ob man weiß, wo man die Informationen nachschlagen muss. Früher musste man Bücher lesen oder in Lexika nachschlagen, heute kann man sein Smartphone zur Hand nehmen und schnell googeln. Wie man zu diesem Thema steht, ist eine subjektive Sache.

Ein weiterer Ansatz, den man finden kann, sind die digitalen Nachhilfen (learnetix, CornetesVerlag,…) bzw. digitalen Lernprogramme. Es gibt verschiedene Seiten, bei denen man sich anmelden kann, um Nachhilfe zu erhalten. Manche sind sogar kostenlos, wobei man die Qualität jedoch hinterfragen sollte.

Der Ansatz, der der Webucation am ähnlichsten scheint, ist die Weiterbildung im Sinne eines Fernstudiums, welches ziemlich praktisch ist.

Ein ganz neuer Ansatz ist der „Flipped Classroom“. Dieser Ansatz besagt, dass am Vorabend der Lernstoff den Schülern zugeschickt und nah gebracht wird. Am darauffolgenden Tag wird im Klassenzimmer auf die Anwendung eingegangen. Dies soll den Lehrkräften helfen auf die einzelnen Schüler individuell einzugehen und dadurch ein besseres Verständnis für den Unterrichtsstoff zu schaffen.

Bildung – ein Leben lang?

Für frühere Generationen war die Ausbildungszeit meist nur ein Drittel der eigentlichen Arbeitszeit in einem Beruf. Heutzutage sieht dies aber anders aus. Viele Berufe werden digitalisiert, wodurch Menschen sich einen neuen Job suchen müssen, oft auch in einem komplett neuen Bereich. Da stelle ich mir die Frage, ob z.B. eine 35 Jahre alte Person noch einmal in einem neuen Betrieb eine Ausbildung anfangen kann. Dies ist eher unwahrscheinlich. Könnte man in solchen Fällen jedoch nicht auf die Bildung im Internet zugreifen und sich fortbilden?

Ein weiterer Aspekt, der sich positiv für dieses Konzept wäre, ist, dass ein Mensch nicht ausgelernt haben kann und man immer wieder dazulernen wird. Jeder Mensch sollte auch noch nach seiner Ausbildungszeit die Möglichkeit haben, Bildungsunterricht zu erfahren. Jedoch sollte man die Entscheidungsmöglichkeit besitzen, in welcher Form dies stattfinden sollte, ob nun ein Kurs oder ein Studium für Nebenbei. Dies würde verschiedene Möglichkeiten eröffnen, nicht nur für den Einzelnen, sondern für die ganze Gesellschaft.

Und nun zum Schluss noch ein paar Tipps für das Überleben in der digitalen Welt und ein glückliches, stressfreies Leben mit dem Internet

https://www.youtube.com/watch?v=ciZOwdJlNzo

Felina Schares & Gina Gressges

 

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