(Schauspiel)kunst – die Seele der Welt

Rezension zu ,, Die Mausefalle“

In diesem Jahr inszenierte eine kleine Gruppe von Lehrern und Ehemaligen das ursprünglich als Radiohörspiel konzipierte Theaterstück ,,Die Mausefalle“ von Agatha Christie erfolgreich in angenehmer Atmosphäre des Gymnasium Konz. Die Leitung übernahm Herr Bernd Blumenthal, dem Zugleich die Rolle des Regisseurs zu Teil wurde und der für den Zusammenhalt der Gruppe Sorge trug. Die Rolle der Mollie Ralston (Pensionsbesitzerin) wurde von Frau Kerstin Ost besetzt, an ihrer Seite Herr Alexander Grade in der Rolle ihres Ehemanns Giles Ralston. Die Pensionsgäste wurden von Frau Bettina Szewzcyk als Christopher Wren, Frau Beate Deutschen als Mrs. Boyle, Frau Magdalena Wlodarczak-Ihrig als Miss Casewell, Herr Dr. Thomas Edelmann als Mr. Paravicini, sowie die Ehemaligen Herr Albert Schmitt als Offizier Major Metcalf und Herr Müller als Hausmeister verkörpert. Der als Polizist getarnte Mörder wurde von Christian Schieben gespielt, der es dem Publikum bis zur letzten Minute spannend machte und die Auflösung des Rätsels lange aufschob.

Die Handlung beschreibt ein mittelaltes Paar, dass eine Pension in England geerbt hat und die als Zufluchtsort für die unterschiedlichsten Gäste nach einem Schneesturm dient. Zur gleichen Zeit erfahren die Gäste über das Radio von einem Mord in London, der durch eine Notiz in einem Adressbuch in Verbindung mit der Pension steht. Leitfigur der Geschichte sind drei kleine Mäuse, die symbolisch für Menschenleben stehen und die alle drei getötet werden sollen. Grund für die Ermordung der Frau in London war eine frühere Misshandlungsgeschichte von drei Kindern auf einer Farm in der Nähe der Pension, für die sie verantwortlich war. Unter den Gästen ist die damalige zuständige Mitarbeiterin, die die Kinder der Familie der ermordeten Frau zugewiesen hat. Aus Rache wird sie schließlich ebenfalls umgebracht. Zudem befindet sich gedeckt durch die falsche Identität der Mrs. Casewell eines der damals betroffenen Kinder unter den Gästen, sowie der sich als Polizist ausgebende Bruder, der sich am Schluss als Mörder herausstellt. Der wahre Polizist ist dabei Major Metcalf, der verdeckt ermittelt.

Die Spannung und zugleich Verwirrung entsteht durch die Verdächtigung aller Beteiligten, da sie alle sehr eigenartig und geheimnisvoll auftreten, insbesondere durch die unglaubwürdigen und fadenscheinigen Alibis jedes Einzelnen. Allerdings gelang der Aufbau dieser Spannung über das ganze Stück hinweg nur durch die authentische Darstellung jedes einzelnen, sehr individuellen (speziellen) Charakters.  Ein großes Kompliment ist hier den Schauspielern zu zollen, da die Schwierigkeit einer solchen erfolgreichen Gesamtvorstellung nicht zu unterschätzen ist. Erwähnenswert ist auch das vielfältige Bühnenbild, das sich durch die bunte und detailreiche Ausgestaltung mit zahlreichen der Zeit nachempfundenen Möbelstücken auszeichnete.

Der größte Gewinn einer Theatergruppe und jedes einzelnen Schauspielers bleibt es letztendlich aber, dem Zuschauer die Überzeugung und den Spaß an dem, was man tut, vermittelt zu haben und dies war bei dieser Gruppe definitiv der Fall. Darüber hinaus ist dieses Theaterstück auch ein Transparent für die Harmonie in der Gruppe, ohne die eine erfolgreiche Zusammenarbeit wie diese nicht möglich gewesen wäre. Zuletzt möchte ich erwähnen, dass meinem Empfinden nach, den Schauspielern der Charakterrollen des Mr. Paravicini (Hr. Edelmann) und des Christopher Wren (Fr. Szewzcyk) für ihre brilliante, die Grenzen eines Hobbyschauspiels weit übersteigende Umsetzung ein besonderer Respekt und Anerkennung gebührt. Ich denke, dass ich im Sinne aller spreche, wenn ich sage, dass wir mehr sehen wollen und hoffen, auch ihm nächsten Jahr wieder mit einer kreativen Arbeit einer so tollen Gruppe von Lehrern bereichert zu werden.

Laura Hub

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