Was soll ich nur mit meiner Freistunde anfangen?

Mittwochnachmittag. Wieder einmal ein Tag mit zwei Freistunden, da die sechste Stunde ausfällt und wir die siebte Stunde sowieso immer frei haben. Mal wieder wissen wir nicht, was wir mit unserer Zeit anfangen sollen. Der Aufenthaltsraum ist schon lange nicht mehr das, was er mal war, und ansonsten bleiben uns keine Alternativen im Schulgebäude. Vielleicht mal zur Abwechslung ein kleiner Ausflug nach Konz ?

Wir machen uns auf den Weg, mal sehen, was man in Konz so alles finden kann.
Wir denken, dass wir auf dem Weg viele Dinge entdecken werden, die einem nur auffallen, wenn man Konz genauer unter die Lupe nimmt.

Sport in Konz...

Sport kann man hier reichlich treiben, da es um das Schulzentrum viele Sportmöglichkeiten gibt. Man kann ins Fitnessstudio gehen, ins Stadion, Fußball oder Tennis spielen und – man kann es kaum glauben –, Konz hatte auch mal ein reich besuchtes Schwimmbad, das wegen Bauarbeiten komplett geschlossen wurde. Wer weiß, ob es jemals wieder geöffnet wird.

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Vom Gestank überwältigt…

Wir gehen weiter und kommen am Tunnel, dem sogenannten „Pisstunnel“, an. Zunächst werden wir von einem unangenehmen Geruch überwältigt. Jedoch wird der Gestank im Inneren noch stärker und der Tunnel macht keinen stabilen Eindruck. Zudem ist er mit Graffiti besprüht, in ihm liegt Müll und er ist nass.

Auf der anderen Seite befindet sich die Stadtbibliothek. Das Gebäude ist alt und sieht aus wie ein verlassenes Krankenhaus. Doch die grüne Außenanlage ist schön.
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Unsere „Stadtmitte“…

Auf dem Weg zum Saar-Mosel-Center werden wir von einem älteren Ehepaar angesprochen, wo denn die Stadtmitte sei. Jedoch hatten wir als Konzer keine Antwort auf diese Frage. Peinlich!!
Wir sehen verschiedene Läden, doch der große Platz ist menschenleer.

Weiter geht’s zum Marktplatz. Dies soll eigentlich die Stadtmitte sein, ist jedoch nicht sehr belebt. Die Läden und Gastronomien, die sich dort befinden, sind allerdings sehr versteckt und auf den ersten Blick nicht zu finden. Das Einzige, was auf dem Marktplatz hervorragt, ist das Rathaus.
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Die Bahnhofstraße…

Auf geht’s zum alten Hauptbahnhof, vorbei an der Pilzstube. Die Pilzstube… jaa… eine Kneipe, in der sich die Menschen schon früh am Morgen treffen. Gegenüber befindet sich der alte Hauptbahnhof. Vor ihm ist eine Verkehrsinsel, auf der sich Gras, Tulpen, ein Baum und eine Bank befinden. Hinter ihr liegt der Bahnhof. Er ist groß und eigentlich ein schönes Gebäude, jedoch ist er mit der Zeit etwas heruntergekommen. Man kann eine Terrasse erkennen. Sie wäre perfekt geeignet für ein Café, in dem wir uns auch während den Freistunden aufhalten könnten. Wir Schüler würden uns ein modernes Café wünschen, welches vor allem unsere Altersgruppe anspricht. Anschließend gehen wir hinein und erleben das Grauen. Überall liegt Müll, alles ist zerfallen oder kaputt und ein Obdachloser schläft auf einer Bank. Man kann durch ein Fenster in einen anderen Raum sehen und das Entsetzen wird schlimmer. Überall liegen Polster und Müll. Außerdem kann man in eine alte, seit Jahrzehnten nicht benutzte und geputzte, Toilette sehen.

Wir haben genug gesehen! Wir sind enttäuscht und gleichzeitig geschockt!
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Auf dem Weg zurück zur Schule entdecken wir einen wunderschönen Weg, der von der Bahnhofstraße zum Marktplatz führt. Er ist bepflanzt, gepflegt und liegt ruhig. Endlich mal etwas Schönes in Konz! Wir halten uns jedoch nicht länger auf.
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Ein Ort für uns…

Unsere Freude hält auch nicht lange an, da wir am „Haus der Jugend“, dem „HDJ“, vorbeikommen. Dessen Aussehen hat uns zum Verzweifeln gebracht. Der Putz splittert ab, man ekelt sich und das soll nun ein Treffpunkt für uns sein? Wir würden uns gerne einen Einblick von innen verschaffen, allerdings macht es mittwochs erst um halb vier auf. An der Schule angekommen, rufen wir bei einem Mitverantwortlichen für das Jugendnetzwerk Konz, Dominik Schnith, an. Er erzählt uns, dass es viele Angebote gebe, wie das Jugendcafé oder den Bandraum, und diese auch stark besucht seien. Es seien auch verschiedene Altersgruppen anwesend. Der Anschein hat uns also getäuscht. Jedoch gibt es dort wieder keine Möglichkeit für uns, die Freistunden zu verbringen, da es erst nachmittags geöffnet ist.
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Letztendlich haben wir festgestellt, dass Konz einige schöne Ecken hat, die jedoch häufig sehr versteckt sind. Aber es gibt auch einige renovierungsbedürftige öffentliche Gebäude, durch deren Verschönerung Konz einladender wäre. Dieser Rundgang durch Konz hat uns gezeigt, dass wir noch immer keine Möglichkeiten gefunden haben, wo wir unsere Freistunden verbringen könnten. Also müssen wir sie wohl weiterhin in unserem Aufenthaltsraum verbringen. Oder sollten wir uns weiter auf die Suche machen? Vielleicht werden wir ja doch noch etwas finden.

Am nächsten Tag hatten wir ein aufschlussreiches Gespräch mit dem Bürgermeister, Dr. Karl-Heinz Frieden, und dem Geschäftsführer des Jugendnetzwerkes Konz, Dietmar Grundheber. Konz ist sehr bemüht, für uns viele verschiedene und interessante Aktivitäten anzubieten. Jedoch gibt es häufig zu wenig Unterstützung und Rückmeldung von uns. Dies hat mit der teilweise schlechten Bekanntmachung zu tun. Wir haben erfahren, dass es in den meisten Dörfern Jugendräume gibt. Außerdem soll es das Konzer Schwimmbad als Hallenbad mit einem angrenzendem Park wieder geben. Die Stadt ist auch bemüht, für die Freistunden ein passendes Angebot zu finden und diese Idee auch umzusetzen.

Fazit: Nach dem  Interview mit dem Bürgermeister haben wir gesehen, Konz kümmert sich sehr um die Jugend und ist offen für neue Ideen. Die Jugend muss mehr mitarbeiten, aber auf der anderen Seite muss die Veröffentlichung der Angebote besser werden.

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Hier gibt es eine Möglichkeit sich selbst für die Jugend einzusetzen.

Quellen:

-Dr. Karl-Heinz Frieden-Bürgermeister

-Dominik Schnith-Haus der Jugend (http://www.hdj-konz.de/)

-Dietmar Grundheber-Geschäftsführer des Jugendnetzwerkes Konz

 

Dana von Rötel, Jennifer Koster, Merle Jost, Alina Fahl

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