Das Spiel mit dem Wasser

Weltweit gibt es wahrscheinlich eine unzählbare Anzahl von bekannten und weniger bekannten Sportarten und deren Adaptionen. Ob zu Lande, im Wasser oder in der Luft, überall entstehen, verändern oder verschmelzen diverse Sportarten zu einem neuen Spiel.

 

Das Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiß.

Dieser Auffassung war auch schon der berühmte deutsche Dichter und Naturwissenschaftler Johann Wolfgang von Goethe. Dass Geschick auf, unter und unmittelbar über dem Wasser im Sport gefragt ist, werden euch die folgenden, meist noch weniger populären Mannschafts-und Einzelsportarten im Wassersportbereich zeigen.

Octopush

Unterwasserhockey, im englischen Underwater Hockey oder auch Octopush, wurde von dem Engländer Alan Blake im Jahr 1954 erfunden und ist heute ein weltweit verbreiteter, jedoch Unbenanntmeist noch unbekannter Teamsport. Gespielt wird in einem Schwimmbecken mit zwei bis drei Metern Tiefe, zwölf bis 15 Metern Länge und 21 bis 25 Metern Breite. Wie der offizielle Name verrät, handelt es sich dabei um das „Hockeyspielen unter Wasser“ und unterscheidet sich dem entsprechend nicht sonderlich vom Regelwerk des normalen Hockeys. Anstatt 10 Spieler pro Mannschaft beim Feldhockey sind es unter dem Wasser nur 6. Dies soll heißen, dass nach dem Start -„Sticks up!….Go!“- 12 Spieler, bewaffnet mit einem Schläger und ihrer Ausrüstung, gleichzeitig auf den 1,3 Kilogramm schweren Bleipuck los schwimmen und versuchen ihn in die drei Meter breite Metallrinne des Gegners zu schlagen. Ein Beobachter am Beckenrand empfindet meist das Spiel als riesiges Getümmel, doch unterhalb der Wasseroberfläche herrscht taktische und präzise Ordnung, mit Verteidigern und Angreifern innerhalb einer Mannschaft.

 

Glacier surfing

Es sind 30°C,die Sonne scheint und im Meer tummeln sich unzählige Surfer. Den beiden Riesenwellen-Surfweltmeistern Garrett McNamara und Kealii Mamala war das allerdings zu langweilig. Daher beschlossen sie schon 2007 in das südliche Zentralalaska zu reisen, um dort auf Gletscherabbrüche zu warten und auf den entstehenden Monsterwellen zu surfen.

 

Waterbird

Aquaskipper

Zunächst macht dieses 12 Kilogramm schwere, einem Fahrrad ähnelnde Gestell aus Aluminium einen recht wackeligen und eigenartigen Eindruck. Der Waterbird wurde vor 27 Jahren von dem Schweden Alexander Sahlin nach zehnjähriger Arbeit entwickelt.  Wie der „Wasservogel“, auch Aquaskipper genannt, genau funktioniert und was er alles kann ist somit umso beeindruckender. Da der Aquaskipper nur durch Muskelkraft angetrieben wird, dauert eine durchschnittliche Fahrt von einem trainierten Sportler ca. 1 Stunde. Grundsätzlich ist es möglich, auf allen Gewässerarten den Aquaskipper zu verwenden und Tricks auszuüben, sofern ein nicht zu starker Wellengang herrscht. Bei optimalen Verhältnissen ist es sogar möglich, mit dem aus federnden T-Stücken bestehenden Sportgerät mit ungefähr 30 km/h  knapp unter der Wasseroberfläche zu gleiten.

 

(1) twitter  @SelfiesExtremas  (2) Video von Ryan Casey (3) Daniel Morrison  (CC BY 2.0)

Beitragsbild von dMap Travel Guide (CC BY 2.0)

 

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