Das Oberhaupt der Schule sagt adieu!

Er war das unangefochtene Oberhaupt der Schule, koordinierte und repräsentierte den Schulalltag und jetzt geht er weg! Nach langjähriger Dienstzeit kehrt Herr OStD Paul Weirich der Schule den Rücken und verabschiedet sich in seinen wohlverdienten Ruhestand. Anlässlich dieses Großereignisses haben wir uns mit Herrn Weirich zu einem Interview getroffen, um einige Fragen an ihn zu richten.

Freuen Sie sich auf Ihren Ruhestand?

Ja, ich freue mich sehr, was jedoch nicht bedeutet, dass ich mich nicht gefreut habe, hier zu sein. Ich war all die Jahre immer gerne hier an der Schule tätig.

Gibt es etwas, dass Sie schon immer einmal machen wollten, jedoch nie die Zeit dazu hatten und sich jetzt endlich diesen Wunsch erfüllen können?

Mir hat bis jetzt immer die Zeit gefehlt, eine größere Reise zu unternehmen. Aufgrund dessen, dass ich in den Sommerferien immer nur zwei Wochen Urlaub hatte und mich auch noch zuhause ausruhen wollte, haben wir immer nur Reisen innerhalb von Deutschland unternommen, welche nie länger als acht Tage andauerten. Ein großer Wunsch von mir ist es daher, einmal eine längere Reise zu unternehmen, wobei Rom mein Wunschziel wäre.

Was werden Sie vermissen?

Am meisten vermissen werde ich wohl meine Schüler!

Was war Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer Laufbahn?

 Ich durfte viele schöne Zeiten erleben, an die ich mich auch gerne wieder erinnere. Beispielsweise habe ich mich sehr darüber gefreut, dass wir im Laufe der Jahre viele Experimente für die Physiksammlung kaufen konnten. Als ich damals an die Schule kam, hatten wir nur einige wenige Experimente, da wir damals noch eine Schule im Aufbau waren. Durch Gelder, welche der Schule zur Verfügung gestellt wurden, war es uns dann möglich, neue Experimente zu kaufen, welche alle optimal funktioniert haben. Das war einfach herrlich! Dies ist ein Bereich, der mir sehr, sehr gut gefallen hat.

Aber auch an verschiedene Kurstreffen erinnere ich mich mit großer Freude. Leider fehlte mir die Zeit dazu als Direktor, so dass mein letztes Kurstreffen schon einige Zeit her ist.

 Was war Ihr schlimmstes Erlebnis in Ihrer Laufbahn?

Da gibt es eigentlich keins. Es ist ganz klar, dass ich in der Zeit, in welcher ich in der Schulleitung tätig war, mal Ärger hatte, aber dabei handelte es sich nie um Dinge, welche mich besonders heruntergezogen oder bedrückt hätten.

 Wie empfanden Sie die Zeit als Direktor?

 Es ist ja so, dass ich eigentlich schon 20 Jahre in der Schulleitung bin. Damals habe ich als zweiter Stellvertreter angefangen und mich dann bis zum Posten des Direktors hochgearbeitet. Daher war mir mein Tätigkeitsbereich auch nicht unbekannt, als ich damals Direktor wurde. Dennoch muss man natürlich sagen, dass der Posten des Schulleiters eine ganz andere Qualität hat als die der anderen. Denn als Direktor hat man die Verantwortung für Schüler, Eltern, Lehrer, aber auch für das Erscheinungsbild der Schule nach außen. Zudem muss man sich um ein angemessenes Verhalten zwischen Schülern und Schülern, aber auch zwischen Lehrern und Schülern kümmern, sodass ein optimal Lernklima gewährleistet ist. Daher ist es auch manchmal nötig, dass man ernsthafte Gespräche führt oder auch mal Ordnungsmaßnahmen ausspricht. Diese Situationen gehe ich mir jedoch nicht suchen. Ich mag das nicht. Mir wäre es am liebsten, wenn sich alle einfach so verhalten, dass keine Ordnungsmaßnahmen wie beispielsweise ein Schulausschluss erforderlich sind. 

Geben Sie Ihrem Nachfolger Tipps mit an die Hand und wenn ja, welche?

Nein, also das möchte ich jetzt nicht. Dass ich die Schule vernünftig übergeben werde, ist klar, auch werde ich jeder Zeit für Fragen und Ratschläge zur Verfügung stehen, allerdings möchte ich keine Tipps verteilen. Denn das sieht so aus, als ob ich von oben herunter den neuen Direktor dirigieren wollte. Ich möchte auf keinen Fall wie eine graue Eminenz dem neuen Direktor vorschreiben, was man machen darf und was nicht. Außerdem war Herr Leyes in Neuerburg bereits in der Schulleitung tätig und hat daher bereits Erfahrung, eine Schule zu leiten.

 Was wünschen Sie der Schule für die Zukunft?

 In den letzten Jahren, wurde ja bereits sehr viel in der Schule gemacht. So wurde die Öffentlichkeitsarbeit forciert, aber auch andere Maßnahmen wurden ergriffen, um die Schule weiter zu verbessern. Natürlich muss sich eine Schule immer weiter entwickeln. Eine Schule kann und darf niemals stehen bleiben, da sich die Menschen sowie die Umwelt weiterentwickeln. Denn eine Schule muss immer Antworten auf die Veränderungen im Sozialwesen einer Gesellschaft haben.

Daher wünsche ich mir, dass jetzt, wo so viele alte Kollegen und Kolleginnen die Schule verlassen und neues Personal nachrückt, dieses in der Lage ist, dies zu leisten

Gibt es noch etwas, dass Sie den Schülern mit auf den Weg geben wollen?

Ich hoffe, auch wenn die Sache mit dem Projekt „Motivation Lernen“ nicht so toll angekommen ist, dass die Schüler dennoch motiviert sind und immer daran denken, dass man in der Schule die Grundlagen fürs Leben mitnehmen kann, wenn man will. Daher erhoffe ich mir, dass die Schüler die Chance auch nutzen, hier umsonst etwas zu lernen, um später auch bei der Berufswahl flexibel zu sein. Denn eine breite Basis ist, wie ich meine, in der freien Marktwirtschaft etwas, das unbezahlbar ist. Nur die wenigsten werden vermutlich, wenn sie nicht gerade für den Staat arbeiten, ihr Leben lang den gleichen Job ausüben. Daher ist es in der heutigen Zeit noch wichtiger geworden, eine gute und breit gefächerte Bildung vorweisen zu können.

Was wünschen Sie den angehenden 13ern für das letzte Halbjahr?

Da es ein sehr kurzes Jahr ist, empfehle ich ihnen, dass sie die Herbstferien nutzen, um sich aufs Abi vorzubereiten. Außerdem sollten sie, auch wenn es sehr schwer fällt, am Ball bleiben und kontinuierlich lernen, damit sie am Ende nicht in Stress geraten. Allerdings habe ich keine Bedenken, dass sie das Abi schaffen, da es ein sehr guter Jahrgang ist. Ich wünsche ihnen natürlich viel Erfolg!

Wir möchten uns ganz herzlich bei Herrn Weirich für dieses nette Interview bedanken und wünschen ihm nur das Beste für die Zukunft. Wir hoffen, dass Sie bereits in naher Zukunft die Zeit finden werden, um gemeinsam mit Ihrer Frau nach Rom zu reisen.

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