Was unsere Sechstklässler in den Ferien erlebt haben

Am ersten Schultag nach den Osterferien hörte man auf den Gängen und im Atrium vor allem eine Frage: „Was hast du in den Ferien gemacht?“  Einige unserer Sechstklässler haben ihre schönsten Ferienerlebnisse aufgeschrieben. KONZequent freut sich, endlich einmal wieder einen Beitrag aus der Orientierungsstufe, sozusagen von unseren Nachwuchsbloggern, zu veröffentlichen.

Felix N. aus der 6d hatte erst leichte Bedenken, was die Urlaubspläne seiner Eltern anging, doch dann:

Ein veraltetes Wohnmobil, Dosenfutter und eine Woche ohne feste Unterkunft – zuerst dachte ich an einen schrecklichen Urlaub. Doch als wir losfuhren, besserte sich mein Gefühl. Unser Ziel war das Loire-Tal in Frankreich.

Erster Stopp unserer Reise war der Supermarkt. Nach zwei weiteren Stunden erreichten wir den Campingplatz, den meine Mutter im Campingführer ausgesucht hatte. Der Campingplatz hatte große Sanitäranlagen, die sehr ordentlichen waren. Unsere Eltern erzählten, dass sie früher nicht so einen Luxus hatten. Am Abend mussten wir trotzdem das Geschirr selbst spülen. Nach der ersten Nacht fuhren wir mit Baguettes im Bauch weiter zum schlimmsten Platz unserer Reise. Es gab zwar Trampoline und ein Klettergerüst, doch die Sanitäranlagen waren alt. Doch das sollte nicht alles bleiben: Als wir am Abend zum Zähneputzen liefen, hingen vier dicke Maikäfer über der Tür und krabbelten herum. So putzten wir die Zähne lieber am Geschirrwaschplatz. An den nächsten zwei Tagen besichtigten wir die Loire-Schlösser. Am Abend ging es dann noch nach Amboise zum letzten Aufenthaltsraum von Leonardo da Vinci. Somit endete unsere kleine Reise.

Georg Z. aus der 6a hatte einen aufregenden Geburtstag:

An meinem Geburtstag bin ich mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder zum Calypso gefahren. Das Calypso ist ein riesiges Schwimmbad. Es verfügt über vier Rutschen und sogar zwei Außenbecken. Eins davon ist das Solebecken, darin befindet sich Salzwasser. Als erstes habe ich die vier Rutschen ausprobiert. Besonders hat mir der „Wildbach“ gefallen. Es gibt im Calypso aber einen Strömungskanal. In ihm kann man sich von der Strömung treiben lassen oder versuchen, gegen den Strom anzuschwimmen. Eine besondere Attraktion in diesem Spaßbad ist die Poolbar. Dort läuft laute Musik, die Decke ist bespickt mit LEDs, die Sterne darstellen sollen. An die Wand wird ein Film projiziert und in der Mitte des kleinen Raumes befindet sich eine Bar, die von recht warmen Wasser umgeben ist. In ihr steht ein Barkeeper, bei dem man Getränke bestellen kann. Danach ist es möglich, auf einer der im Wasser liegenden Bänke auszuruhen.

Pia K. aus der 6b hat geologische Einsichten gewonnen:

In den Osterferien waren meine Familie und ich – bis auf Papa,der arbeiten musste – bei meinen Großeltern mütterlicherseits. Am 19 April haben wir einen Ausflug zur Rehquelle gemacht

(Kleiner Wissensexkurs: In dieser Gegend ist der Boden im Wald aufgeschichtet, das heißt: Oben ist der Waldboden (Humus), darunter befindet sich Braunerde und ganz unten ist Kalkstein. Da es dort viele Hebungen und Senkungen (Berge und Täler) in der Erdoberfläche gibt, liegt die Rehquelle am Ende einer Talschlucht. Man könnte meinen, dass ein Bach zur Rehquelle führt und dass vielleicht die Quelle der Schlusspunkt oder ein Mittelpunkt ist, aber das stimmt nicht! Das Regenwasser versickert in den oben genannten ersten beiden Schichten (Humus und Braunerde) und landet auf dem Kalkstein. Da es dort nicht weitersickern kann, weil der Kalkstein wasserundurchlässig ist, fließt es wie ein Bach unter der Erde auf dem Kalkstein das Tal herunter. Dort entspringt es in der Rehquelle.)            Wir haben dort an drei großen Picknicktischen gepicknickt und gespielt. Die Schuhe und Strümpfe blieben auch nicht lange an. Dann haben wir Kinder im unglaublich klaren Wasser herumgetobt und Staudämme gebaut. Außerdem war daneben ein riesiges Feld mit Sauerklee. Wir haben ganz viel gepflückt und daraus zuhause einen Sauerkleeshake gemacht: Den Sauerklee haben wir gewaschen und mit ein bisschen Wasser in den Mixer getan. Wir haben ihn püriert und dann in eine große Kanne umgefüllt und mit zwei Teelöffeln Zucker gesüßt. Allerdings hat Opa dann gesagt, wir dürften ihn nicht trinken wegen der vielen freigesetzten Säure.

 

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