Vaterfreuden – FILMKRITIK

Vaterfreuden Plakat

Vaterfreuden

Warner Bros. GmbH (2014)

Matthias Schweighöfer; Isabell Polak; Friedrich Mücke; Tom Beck

Kinostart: 06.02.2014

Vaterfreuden 3
Hennes Frettchen „Karsten“

 

Story: Felix (Matthias Schweighöfer) ist zufrieden mit seinem Leben als Single und könnte es sich einfach nicht vorstellen, Vater zu werden. Als eines Tages jedoch sein zwei Jahre älterer Bruder Henne (Friedrich Mücke) von den Eltern rausgeschmissen wird und mit seinem Frettchen Karsten vor Felix‘ Tür steht, ändert sich einiges. Henne schleppt seinen Bruder zu einer Samenbank, da Felix seinen Job verloren hat und Geld braucht. Einige Tage später wird Felix jedoch von Karsten (Frettchen) auf schmerzhafte Weise sterilisiert. Felix verspürt plötzlich den Wunsch, Vater zu werden, und versucht herauszufinden, wer seine Samenspende erhalten hat. Und er wird schnell fündig…

Kritik:

Dass Matthias Schweighöfer eigentlich ein guter Filmemacher ist und gelernt hat, wie gutes Kino im technischen Bereich geht, hat er schon mehrmals mit Filmen wie „What a man“, „Rubbel die Katz“ oder „Frau Ella“ bewiesen. Der Sound überzeugt, lediglich die häufig wiederholten und unnatürlichen Frettchengeräusche können auf Dauern nerven. Wer schon mehrere Schweiger- bzw. Schweighöferfilme gesehen hat, dem wird vielleicht auch die Ähnlichkeit der Songs mit vorherigen Filmen bemerken. Dies liegt daran, dass die meisten Lieder von Martin Todsharow stammen, der seit mehreren Jahren den Großteil der Songs für Schweiger- bzw. Schweighöferfilme schreibt. Der Schnitt in „Vaterfreuden“ ist durchschnittlich gut und hat keine störenden Übergänge wie beispielsweise bei „Die Pute von Panem“. Außerdem ist der allseits bekannte „schweigerische Gelbfilter“ wie immer vorhanden. Bilder sehen durchgehend gelbstichig aus und sollen eine gemütliche oder gelockerte Stimmung vermitteln.

Vaterfreuden 2
Früh übt sich, wer ein guter Vater werden will.

Der große Haken beziehungsweise das große Problem des Films ist die Story. Zugegebenermaßen konnte ich den Film nicht vollkommen ohne Vorurteile anschauen, Diese waren jedoch nicht ohne Grunde vorhanden und bestätigten sich im vollen Maße.

Ich war „Vaterfreuden“ mit meinen beiden Schwestern gucken. Das Fazit meiner kleinen Schwester: „Zu vorhersehbar“ – und das aus dem Mund einer Achtjährigen. Aber genau das ist, was dem Film solche Probleme bereitet und jegliche Überraschungen oder spannende Wendungen ausschließt. Es ist wohl keine Unverschämtheit zu verraten, dass es ein Happy End gibt, auch wenn ich kurz vor Schluss die Hoffnung auf ein anderes Ende hatte. Wer den Trailer gesehen hat, der hat auch schon Dreiviertel des Handlungsverlaufes mitbekommen. Auch würde die Geschichte, die der Film erzählt, in der Realität nie stattfinden, auch wenn dieser Film genau das vermitteln will. Als Komödie kann der Film teilweise überzeugen, versucht zwischendurch überraschenderweise mit „Trash-Humor“ zu punkten. Beispiele sind sinnlose Dialoge, die völlig ohne Bedeutung sind und den Film in keinster Weise weiterbringen. Hier ein kleiner Beispieldialog, den man aus dem Trailer kennt:

M.S.: Hörst du mich Peggy-Schakira?

I.P.: Er heißt Horst!

M.S.: Wer heißt Horst?

I.P.: Na, Peggy-Schakira.

Vaterfreuden 1
Schwimmbadbesuch mit Folgen…..

Fazit:

Der Film kann in Technik und Bildsprache punkten, an der Story hapert es hingegen stark. „Vaterfreuden“ bleibt damit am Ende ein Film, den man sich genau wie „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“, gerne an einem gemütlichen Sonntagmorgen im Kino angucken kann, aber nicht muss. Für Schweighöfer-Fans bleibt der Film jedoch unverzichtbar!

Meine Meinung bleibt allerdings: Hat man einen Schweighöferfilm gesehen, hat man alle gesehen!

„Vaterfreuden“ von Matthias Schweighöfer erhält als Komödie nur 1 von 5 Punkten. Da es aber hier um die Gesamtwertung des Films geht, bekommt der Film gutgemeinte, leicht unterdurchschnittliche 2 von 5 Konzequentpunkten.

2von5

Weiter geht es am 13. März mit „Die Bücherdiebin“ nach dem Weltbestseller von Markus Zusak mit der Hoffnung auf einen überdurchschnittlich gutenFilm! 

ALLE RECHTE LIEGEN BEI © Warner Bros GmbH. 2014!

 

 

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