WSV #11 AGs am Gymnasium: Brennpunkt Chemie

Fragt man Eltern, was sie mit dem Chemieunterricht in ihrer Schulzeit verbinden, so bekommt man meist sehr ähnliche Anworten. Viele komplizierte Formeln, ein unübersichtliches Periodensytem…

Doch damit sind einige Schüler nicht einverstanden.

Wir befragten einige Schüler der Brennpunkt Chemie-AG, warum sie sich jede Woche montags in der 7. Stunde in den Chemieräumen treffen. Auf den Punkt gebracht:

Die AG ist interesssant und informativ! – Nina P.

Ein explosives Erlebnis! – Jan B.

Super! – Lukas S.

Ein explosives Erlebnis für Jung und Alt! – Johannes S.

 

Wir besuchten für eine Stunde die Chemie-AG, um uns selbst einen Eindruck zu machen:

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Wir klopfen an. Herr Kopp macht uns die Tür auf und lächelt. Im Raum laufen 15 Kinder in weißen Kitteln herum. Es kommt einem vor wie in einem richtigen Labor. Sofort führt man uns in die Sammlung und wir können dutzende Regale mit lauter kleinen Flaschen sehen. Die meisten von euch kennen sie bestimmt aus dem Chemieunterricht. Einige Schüler hantieren mit einer Waage und füllen behutsam Löffelchen für Löffelchen ein gelbes Pulver (Schwefel) und eines graues Pulver (Zink) in eine Schale. „Fertig!“, ruft jemand, und Herr Kopp kommt hinzu, um alles nochmal zu überprüfen. Mir, Julia, wird ein Schälchen mit dem fertigen Gemisch in die Hand gedrückt und meine Aufgabe ist es nun, dieses sorgfältig auf einem Dreifuß mit Keramikdrahtnetz zu platzieren. Alle versammeln sich vor dem Pult, nur diejenigen, die dieses Experiment vorbereitet haben stehen dahinter und das Licht wird ausgeschaltet. Nun wird der Abzug eingeschaltet und die Schutzscheibe heruntergezogen. Daraufhin wird das Zink-Schwefel-Gemisch mit Hilfe einer Zündschnur angezündet.

Zuerst passiert gar nichts. Dann ein kleiner Funken. Und plötzlich: eine riesige Stichflamme.

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Jona erschreckt sich. Der Beweis ist das Foto. Vor lauter Schrecken fiel ihm die Kamera aus der Hand.

Doch das war erst der erste Versuch an diesem Tag. Weiter ging es mit einem Luftballon, der mit Wasserstoff gefüllt wurde. Dieser bekam schnell noch ein Gesicht aufgemalt und wurde, an einer Schnur befestigt, an einem der Tische festgebunden. Anschließend gingen alle wieder in Deckung mit der Anweisung, den Mund offen zu halten. Ein Holzspan, der an einem Besenstiel befestigt war, wurde angezündet und an den Luftballon gehalten.

Das Ergebnis:

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Viel war von dem Luftballon nicht mehr übrig. Die 7. Stunde neigte sich langsam dem Ende zu. Doch ein Highlight stand uns noch bevor. Herr Kopp rieb seine Hände mit Seifenlauge, in die mit Hilfe einer Spritze Knallgas eingedüst wurde, ein. Die dabei enstehenden Knallgas- Seifenblasen wurden entzündet.

Ein lauter Knall ertönte und alle zuckten zusammen.

Abschließend können wir von uns aus sagen, dass die Chemie-AG uns einen ganz anderen Eindruck verschafft hat, als wir es zuvor erwartet hatten. Die AG-Stunden bestehen zwar nicht immer nur aus vielen Experimenten, doch wir könnten uns durchaus vorstellen, dass die Brennpunkt Chemie-AG jedem, der an Naturwissenschaften und speziell am Experimentieren Gefallen hat, richtig Spaß macht. Leider ist die Arbeitsgemeinschaft schon voll besetzt, trotzdem hoffen wir, dass Jona und ich euch ein paar Einblicke in die Arbeit der fleißigen Chemiker an unserer Schule geben konnten.

 

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